Das PAMIRA-System

 
 
 

 

 

   
   
   
   

Flächendeckende Packmittel-Entsorgung
seit 1996

Seit 1996 bieten Pflanzenschutz-Industrie und -Handel in Deutschland mit PAMIRA ein flächendeckndes Ent-sorgungssystem für die Verpackungen ihrer Produkte an. PAMIRA ist die Abkürzung für PAckMIttel-Rück- nahme Agrar.

Das System wurde auf freiwilliger Basis Anfang der 90er Jahre von den im Industrieverband Agrar e.V. (IVA) zusammengeschlossenen Pflanzenschutz-Unter- nehmen gemeinsam mit dem Handel entwickelt. Der entscheidende Probelauf erfolgte 1995 in den neuen Bundesländern. Auf Anhieb wurde eine Rücklaufquote von über 30 Prozent erreicht.

PAMIRA ist als Bringsystem angelegt. Einmal jährlich öffnen die rund 250 Sammelstellen für einen bis vier Tage, an denen die Landwirte gebrauchte Behälter
anliefern können. Die Verpackungen werden auf Sau- berkeit kontrolliert, von leistungsfähigen Entsorgungs- unternehmen erfasst und aufbereitet und als Energie- träger in Zementwerken bzw. als Rohstoff bei der
Methanolherstellung verwertet.


Die Kosten für Sammlung, Logistik, Kontrolle und Verwertung der Verpackungen tragen die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln. Der Handel stellt die Sammelstellen bereit. Für den Landwirt ist die Rückgabe der Verpackungen kostenfrei.

Die Verpackungsverordnung von 1998 hat einen rechtlichen Rahmen für PAMIRA geschaffen, dessen Anforderungen das System in vollem Umfang erfüllt. Über die gesetzliche Rücknahmepflicht hinaus nimmt PAMIRA als Teil der freiwilligen Initiative der Chemischen Industrie zu Verantwortlichem Handeln sämtliche Pflanzenschutz-Verpackungen zurück und sorgt für deren umweltverträgliche Verwertung. So bleibt die Entsorgungssituation für den Landwirt transparent. 1999 hat PAMIRA Pilotprojekte zur Rücknahme von Beizmittel-Verpackungen gestartet. Das System ist zwischenzeitlich ebenfalls fest etabliert.

Zum 01. Januar 2003 ging der Betrieb des PAMIRA-Systems von der Chemie-Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft mbH (CWFG) auf die Gesellschaft zur Rückfüh- rung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH (RIGK) über. Die RIGK war schon seit Jahren als eines von vier Entsorgungsunternehmen in die Sammlung und Verwertung der Verpackungen eingebunden. Die politische Verant-wortlichkeit liegt weiterhin beim IVA.

Das PAMIRA-System findet inzwischen internationale Beachtung. In Deutschland hat die Rücklaufquote bei Pflanzenschutz-Verpackungen eine für ein freiwilliges Bring-System beachtliche Höhe erreicht.